Phosphate binden - Algen entfernen

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Phosphate sind der wichtigste Nährstoff für Algen und Beläge in biologischen Schwimmbädern, Garten-und Fischteichen und Wasserspielen. Sind genügend Phosphate im Wasser, kommt es unter dem Einfluss von Sonnenlicht, zur Bildung von Algen und Belägen. Diese können als mikroskopische Algen (Schwebalgen) und makroskopische Algen (z.B. Fadenalgen) auftreten. Beläge bilden sich auf allen Oberflächen unter Wasser. Diese bestehen u. a. hauptsächlich aus Mikroorganismen und Algen.

1. Wie gelangen Phosphate ins Wasser?

Quellen für Phosphate sind:

• Leitungswasser
• Brunnenwasser
• Regenwasser aus Zisternen und natürliche Niederschläge
• Fischfutter und die Stoffwechselprodukte von Fischen
• Einträge aus der Luft
• Einträge über Staub
• Einträge über organische Teile von Pflanzen
• Einträge über Spritzwasser von Wegen, Terrassen und Beeten aus dem direkten Umfeld bei Starkniederschlägen
• Einträge über Badetätigkeit

Sind die Einträge aus diesen Quellen, im Mittel, höher als die Kapazität des Filtersystems, diese ab zu bauen, entsteht ein Überschuss an Phosphat, der von Algen und Belägen verwertet wird. Diesem Überschuss kann ein Gegengewicht, in Form von Phosphatbindemitteln, entgegengesetzt werden. Phosphatbindemittel können bestehende Filtersysteme bei der Reduktion von Phosphaten sehr effizient unterstützen.

Ziel: dauerhaft klares Wasser, wenig Algen, geringe Belagsbildung

Phosphate als Ursache für Algen

Nachfolgende Algenarten werden durch Phosphate im Teich oder Pool in Ihrem Wachstum unterstützt:

  • Fadenalgen
  • Blaualgen
  • Kieselalgen
  • Grünalgen
  • Schwebealgen
  • Rotalgen
  • Braunalgen

Was sind Phosphatbindemittel

Phosphatbindemittel sind Mittel, die Phosphate binden oder fällen und diese Algen und Belägen entziehen. In der Folge können sich Algen und Beläge auf Grund des beschränkten Nährstoffangebotes nur sehr eingeschränkt entwickeln.

Phosphatbindemittel ist nicht gleich Phosphatbindemittel

Auf dem Markt befinden sich verschiedene Produkte mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Es werden Granulate, Pulver und flüssige Stoffe angeboten.
Es gibt Mittel die Phosphate binden und Mittel die Phosphate fällen.
Wie effektiv dies geschieht macht den Unterschied zwischen den Mitteln.
Unterschiede bestehen in folgenden Punkten:

  • Wieviel Phosphat aufgenommen oder gefällt werden kann
  • Wie schnell die chemische Reaktion abläuft
  • Wie dauerhaft und fest die Bindung des Phosphats ist

Je größer die Kapazität, je schneller die Reaktionszeit und je dauerhafter die Bindung, desto besser und nachhaltiger ist die Wirkung!

Funktionsweise von Mitteln zum Binden und Fällen von Phosphaten

  • Mittel zur Bindung bzw. Fällung von Phosphaten
  • Beim Kontakt des Wassers mit einem Bindemittel erfolgt eine chemische Reaktion zwischen dem Phosphat und dem Bindemittel oder Fällmittel.

Eine Aufstellung der gebräuchlichsten Wirkstoffe mit ihren Eigenschaften zeigt folgende Tabelle.

Die besten Eigenschaften dieser Wirkstoffe vereint Lanthan. Besonders die sehr geringe Löslichkeit verbunden mit einer sehr kurzen Reaktionszeit und einer hohen Bindekapazität zeichnet Lanthan aus!

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Füllwasser/ Nachfüllwasser von Phosphaten befreien

Wird weitestgehend phosphatfreies Wasser zum Füllen und zum Nachfüllen verwendet, ist dies von großem Vorteil. Algen und Belägen steht damit weniger Phosphat zur Verfügung. Der Biofilter wird entlastet.
Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Phosphatwerte das verwendete Wasser hat. Hier bringt eine Analyse im Labor Aufschluss. In Abhängigkeit von den Bezugsquellen des Wasserversorgers für das Trinkwasser können die Phosphatgehalte stark schwanken! Nutzen Sie unser Angebot zur Wasseranalyse!

Vorsorglich ist es ratsam das Wasser bevor es in die biologischen Schwimmbäder und Teiche gelangt über eine Patrone zur Phosphatbindung zu leiten.

Phospat® FF

Reduziert das Phosphat im Füllwasser. Geeignet für Teiche, Naturbäder und Spring- und Kreislaufbrunnen.

Wie lange wirken Phosphatbindemittel?

Die Wirkung der Mittel ist Abhängig von ihrer Aufnahmekapazität, des Phosphatgehalts des Wassers und der Art der Anwendung. Der Zeitpunkt der Sättigung kann deshalb stark schwanken.

Kennt man den Phosphatgehalt des Wassers sowie die Wassermenge und setzt man voraus, dass der Phosphatgehalt nicht stark schwankt, kann man den Sättigungszeitpunkt des Mittels in etwa berechnen. Dies gilt für den Einsatz einer definierten Menge an Mittel, welches in einer Zeit x, mit einer bekannten Menge an Wasser, durchströmt wird.
Messen kann man die Aufnahmekapazität leider nicht!

Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von Phosphatbindemitteln

Damit Phosphatbindemittel erfolgreich eingesetzt werden können müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Es existiert ein funktionierendes Filtersystem (eventuell Link zur Grafik)
  • Es gibt keine Quellen für kontinuierliche Nährstoffeinträge durch den Eintrag von Regenwasser, Leitungswasser und Oberflächenwasser (siehe Punkt 3.)

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, macht es Sinn, Mittel zur Phosphatreduzierung ein zu setzen. Sollten Quellen für kontinuierliche Einträge vorhanden sein, so sind diese zuerst zu beseitigen bzw. zu minimieren.

Wie werden die Mittel und Geräte angewendet?

Flüssige Mittel (Fällung)

Flüssige Mittel werden über die Wasseroberfläche, Skimmer oder Dosieranlagen ausgebracht. Über die Wasserkreisläufe verteilt sich das Mittel im Wasser. Trifft das Mittel auf Phosphat verbindet sich das Mittel mit dem Phosphat. Es entsteht eine sehr kleine Flocke die zu Boden sinkt. Die Flocken können abgesaugt werden.

Vorteil: Der gesamte Wasserkörper wird in kurzer Zeit erfasst.

Nachteil: Kurzzeitige Wirkung in Abhängigkeit von Dosierung und Phosphatgehalt des Wassers.

Empfehlenswert nach starken Phosphateinträgen (Poolparty, starken Niederschlägen, nach Wiederinbetriebnahme im Frühjahr usw.)

Achtung! Einige Mittel wirken nur effizient bei bestimmten pH-Werten!

Feste Mittel (Bindung)

Feste Mittel(Granulate) können lose ausgebracht werden z.B. auf Oberflächen von durchströmten Biofiltern. Effizienter ist die definierte Durchströmung des Mittels in einer technischen Vorrichtung (Filterpatrone, Filterbehälter u. ä.)

Diese technischen Vorrichtungen können unter Umständen in die Wasserkreisläufe integriert werden oder haben eigene Kreisläufe.

Vorteil: Das Wasser wird kontrolliert zum Mittel geführt. Die Bindung erfolgt zwangsläufig.

Nachteil: Der gesamte Wasserkörper wird in Abhängigkeit von der Wassermenge und der Durchflussmenge durch eine Kartusche oder einen Filterbehälter in einer Zeitspanne von 24-48 Stunden erfasst.

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Phoslamat® Starterset

Wirkt als Bindemittel und bindet zuverlässig Phosphate in Ihrem Schwimmteichen, Naturpools, Gartenteichen, Fischteichen und Wasserspielen.

Es gibt bereits Algen-was ist zu tun?

Sind bereits Algen gewachsen heißt das, dass ein bedeutender Teil der Phosphate in den Algen fixiert ist. Die Algen haben die Phosphate aufgenommen. In diesem Zustand können Phosphate nicht gebunden oder gefällt werden. Entfernt man einen Teil der Algen mechanisch, wird auch Phosphat aus dem Wasser entfernt.

Erst danach im Wasser verbliebene Algen vernichten! Dadurch platzen die Zellen der Algen auf und die Phosphate sind wieder im Wasser. Danach sofort Phosphate fällen. Am besten mit flüssigen Mitteln, die den gesamten Wasserkörper sofort erreichen. Sollten sich wieder Algen bilden, diese nochmals bekämpfen und weiter Phosphatfällmittel oder- Bindemittel einsetzten.

Der Einsatz der Antialgenmittel und Phosphatfällmittel kann über einige Wochen nötig sein. Die Dauer hängt von der Menge an Phosphaten ab, die eliminiert werden müssen.

Achtung! Beim Einsatz von Algenvernichtern in Fisch- und Koiteichen bitte beachten, dass der Sauerstoffhaushalt des Wassers für 1-2 Tage gestört wird! Es kommt kurzzeitig zu Sauerstoffmangel da die Algen als Sauerstoffproduzenten schlagartig ausfallen.

Fische deshalb vor dem Einsatz entnehmen. Sollte dies nicht möglich sein, so müssen die Algen durch permanenten Nährstoffentzug „ausgehungert“ werden. Bis es hierbei zu einer spürbaren Verbesserung der Wasserqualität und einem geringeren Algenwachstum kommt, können mehrere Wochen vergehen.

PHOSPAT® ACUTE

Wirkt als Fällmittel und ist für die Vorbehandlung vor dem dem Einsatz eines Phoslamat® zu benutzen.

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Wichtig sind:

  • Hohe Bindekapazität
  • Geringe Löslichkeit-keine Rücklösung
  • Wirkung vom pH-Wert unabhängig
  • Kurze Reaktionszeiten
  • Flexible Einsatzmöglichkeiten
  • Ausgefeilte Anwendungstechnik